am 29.04.06, Institut für kleine Klauentiere, TIHO Hannover
Teilnehmer: 28 Mitglieder, stimmberechtigte Mitglieder: 22
anschl. Leitung der Versammlung durch Herrn Prof. Blaha
Herr Blaha stellt die Tagesordnung vor und gibt als Zielsetzung der Versammlung eine Diskussion um die Strukturen und Arbeit der DGSG vor, damit durch konkrete Beschlüsse der Mitgliederversammlung zu den Arbeitsgruppen die inhaltliche Arbeit der DGSG begonnen werden kann.
Der Verwendung des vorgestellten DGSG Logos stimmt die Mitgliederversammlung zu.
Als Leiter des Bereichs Landwirtschaft (von der Erzeugung bis zur Zerlegung) verdeutlicht er, wie wichtig die Tiergesundheit für die Wirtschaftlichkeit und damit für die Wettbewerbsfähigkeit eines Fleischunternehmens ist. So bedeuten z.B. veränderte Lungen oder Lebern Produktionshemmnisse und bereiten zusätzliche Kosten für die Entsorgung. Gleichzeitig bedeuten diese Befunde auch Leistungseinbussen für den Erzeuger. Da ein Fleischunternehmen an gleich bleibend guter Qualität und Lieferfähigkeit interessiert ist, werden Stufen übergreifende Datenerfassungssysteme und Informationsaustausch als Grundlage für Rückverfolgung, Krisenmanagement und kontinuierliche Qualitätsverbesserung entwickelt und eingesetzt.
Eine weitere Herausforderung ist die Beherrschung der Salmonellenproblematik. Dies kann nur durch Zusammenarbeit mit den betroffenen Betrieben erreicht werden. Grundlage dafür sind betriebsindividuelle Lösungen, die auf standardisierten Bestandsanalysen beruhen.
Herr Dr. Jäger stellt den Teilnehmern der Versammlung den Vortrag auf Diskette zur Verfügung. Interessenten melden sich bitte bei Frau Dr. Andrea Hesse: andrea.hesse@fal.de
Fazit der anschließenden regen Diskussion ist, dass die Tiergesundheit offensichtlich einer weiteren Verbesserung bedarf. Es gibt zahlreiche Ursachen für die Diskrepanz zwischen Betrieben mit guter und schlechter Gesundheit. Um die Spanne zwischen den Betrieben zu verringern, fehlen bisher die Anreize für die „Guten“. Dies soll durch die risikoorientierte Fleischuntersuchung nun geändert werden. Die bisher durchgeführte Fleischuntersuchung minimiert zwar Erkrankungen der Verbraucher, trägt aber nicht zur Verbesserung der Tiergesundheit bei.
Nach einem Imbiss stellen sich die Teilnehmer persönlich vor und Herr Blaha gibt einen kurzen Überblick über die aktuelle Mitgliederstruktur.
25 Einzelmitglieder – 18 Tiermedizin/ 2 Landwirtschaft/ 5 Tiermedizin und Landwirtschaft
9 Gruppenmitglieder – 7 Tiermedizin/ 2 Landwirtschaft
5 Konsiliare – 2 Tiermedizin/ 3 Landwirtschaft
Leitung : Herr Dr. Dr. B. Iben
Der geschäftsführende Vorstand stellt sich zur Wahl. Es gibt keine weiteren Kandidatenvorschläge.
Herr Prof. Dr. Thomas Blaha, 1. Vorsitzender,
Frau Birgit Scharlau, 2. Vorsitzende,
Frau Inge Böhne, Schatzmeisterin,
Frau Christina Wenderdel, Schriftführerin,
werden einstimmig (22) gewählt. Alle gewählten Kandidaten nehmen die Wahl an.
Die vorliegende Satzung wird von der Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen und angenommen. Herr Blaha wird die einstimmig verabschiedete Satzung und die von jedem Teilnehmer unterschriebene Teilnehmerliste zur gerichtlichen Eintragung der DGSG als e.V. verwenden.
Grundsätzlich müssen die Sprecher der Arbeitsgruppen Mitglieder der DGSG sein. Themen bezogen sollen aber auch Fachleute integriert werden, die nicht Mitglied sein müssen.
Zu Beginn sollen einzelne Mitglieder die Rolle eines Initiators zur Gründung der Arbeitsgruppen übernehmen. Ihre Aufgabe ist, andere Mitglieder oder Fachleute anzusprechen, Termine zu koordinieren und den Vorstand zu informieren, sobald seine Arbeitsgruppe arbeitsfähig ist.
Zu Beginn der Arbeit in den AGs steht die Erfassung des Status quo.
Die Mitgliederversammlung beschließt als ständige Arbeitsgruppen:
Initiator: Herr Dr.Luis Leon, Osnabrück
Kontakt: L.Leon@fh-osnabrueck.de
(Arbeitsthemen u.a.: Zoonosen, Umsetzung des EU-Hygienepakets)
Initiator: Herr Dr. Michael Marahrens, Celle
Kontakt: michael.marahrens@fal.de
(Arbeitsthemen u.a.: Schweinehaltungsverordnung, Ferkelkastration)
Die Mitgliederversammlung beschließt als ad hoc Arbeitsgruppe:
Frau Birgit Scharlau, Havixbeck
Kontakt: Birgit.Scharlau@t-online.de
(Alternativen zur Optimierung der Tierseuchenbekämpfung)
Ein erstes Treffen ist voraussichtlich für den 15.05.06 geplant.
Weitere Arbeitsgruppen zum Thema Reproduktion, Arzneimittel u.a. sind in Planung.
Die Öffentlichkeitsarbeit (Homepage, Pressemeldungen, Berichte über Ergebnisse der Arbeitsgruppen etc.) wird Frau Dr. Andrea Hesse übertragen.
Die DGSG ist bestrebt kurzfristig in den Verteiler für Verbandsanhörung des BMELV aufgenommen zu werden.
Die nächste Mitgliederversammlung ist für Anfang Oktober 2006, Mittwoch, 16.00 Uhr in der Klinik f. kl. Klauentiere, Hannover, geplant.
Der Vorstand wird hierzu rechtzeitig einladen.
30.05.06
Christina Wenderdel